Was sind Symptome einer Zwangsstörung? Welche Funktion haben Zwänge und wie kann man sie besiegen?

 

Viele Menschen haben hin und wieder leichte Zwänge:

Darüber nachdenken, ob man auch das Licht im Flur ausgemacht hat,  ein Ohrwurm der nicht aus dem Kopf gehen will, ein bestimmtes Ritual, dass so sein muss, sonst fühlt man sich unrund, ein Hinausschieben von Entscheidungen mit viel Grübeln. Bei einer Zwangsstörung liegt jedoch eine viel tiefgreifendere innere Situation vor, sie ist viel extremer und belastender.

Wiederholte Handlungen werden zeitraubend und sind großem Leidensdruck verbunden. Gedanken werden zur Belastung. Der Betroffene beginnt zu denken, er sei vielleicht „verrückt“. Beziehungen, Freizeit, Beruf, alles kann schwierig werden.

Zwang ist etwas anderes als zwanghaftes Verhalten, kann aber auch in Kombination mit diesem vorkommen.

 

 

Die Ursachen vom Gefangensein in Zwängen sind oft in einem situativ seelisch eingeschränktem Zustand zu finden, aus dem der Betroffene nicht aussteigen kann. Hier liegt auch die Lösung. Der Klient benötigt Unterstützung wieder Macht über sein eigentliches Leben zu bekommen, das "Ich" muss stabilisiert werden.

 

 Ängste, Überforderung, Unsicherheit, niedriges Selbstwertgefühl, Perfektionismus und überhöhte Ansprüche an sich selbst spielen oft auch eine Rolle, sind aber nicht die alleinige Ursache.

 

Die Behandlung

 

Die Therapie hat die Linderung oder Beseitigung der Zwangssymptomatik zum Ziel. Wir erarbeiten auch Kompetenzen im Umgang mit zugrunde liegenden Problemen, die den Zwang verursachen oder aufrechterhalten. Ihre Stärken und Ihre Stärkung im Umgang mit dem Zwang ist erstmal wichtig, damit Sie sich zutrauen erwerben dem Zwang die Stirn zu bieten.

Bei der Behandlung von Handlungs-Zwängen wird zuerst erfasst, wie sich die Zwänge im Alltag aufbauen (Gedanken, Gefühle, Handlungen)und welche Gefühle hinter den Zwängen stehen.  Es gilt den Umgang mit diesen Gefühlen zu erlernen. Erst dann kann der Zwang überflüssig werden. In der Standard-Behandlung von Zwangshandlungen erlernen Sie, wie Sie die dem Zwang vorausgehenden Ängste in den Griff bekommen und neue realitätsbezogene Handlungs-Muster entwickeln. Das geschieht durch Übungen in der Imagination und der Realität. Die Übungen sind stufenweise aufgebaut, von leichteren zu den schwierigeren.

 

Zwangsgedanken haben oft eine andere Struktur als Zwangshandlungen. Sie sind mehr im Bewusstsein klebende gedankliche Ereignisse. Ihre Kraft ziehen Zwangsgedanken aus der Aufmerksamkeit, die wir Ihnen geben. Genau diese Aufmerksamkeit gilt es den Zwangsgedanken zu entziehen. Bei einer Mischung von Handlungen und Gedanken, z. B. bei Kontrollzwängen ("Ist der Herd auch wirklich aus?"), muss unterschieden werden zwischen sinnlosen klebenden Gedanken und Gedanken, die notwendig sind zum Handeln.

 

Hinweis: Hier wird nur ein grober Überblick gegeben. Es gibt viele Unterformen und Varianten von Zwängen, die hier nicht alle erwähnt werden können.

 

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Mag. (FH) Alexander Brandl-Heckner

Praxis für Psychotherapie

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