Modi und maladaptive Bewältigungsstrategien

 

Wenn ein Schema aktiv ist, dann erleben wir meist sehr unangenehme Gefühle. Diese emotionalen Zustände nennen wir einen Modus, beispielsweise die „traurige Petra“ oder der „wütende Gerhard“. Ein Modus ist ein bestimmtes Programm, das das Fühlen, Denken und Handeln in der aktuellen Situation beeinflusst.

Während Schemata überdauernd und sehr rigide sind, betreffen Modi den emotionalen Zustand im Hier- und Jetzt und können sehr schnell wechseln. Es kann aber auch ein Modus sehr vorherrschend und dominant sein.

Es gibt vier Gruppen von Modi:

Gesunde Modi (gesunder Erwachsener, glückliches Kind)

Kindliche Modi (verletzliches, trauriges, wütendes, trotziges Kind)

Eltern-Modi (fordernde und strafende Eltern)

Bewältigungsmodi (Überkompensation, Vermeidung, Unterwerfung)

 

Gesunde Modi

Die gesunden Modi bilden den Kern unserer Persönlichkeit.

Der Erwachsene ist im Grunde unsere persönliche Steuerungs- und Entscheidungsfunktion und bewirkt unser bewusstes an Zielen und Werten orientiertes Verhalten. Er kann im Grunde auch wie ein guter Elternteil oder ein guter Manager sein oder unser gesunder Menschenverstand.

Der glückliche-Kind-Modus umfasst alles was uns Spaß und Freude macht, wo wir in Beziehung sind und uns verbunden Fühlen.

 

Kindliche Modi (verletzliches, trauriges, wütendes, trotziges Kind)

Die kindlichen Modi habe ihren Ursprung in unsere Kindheit und repräsentieren auch unsere primären Gefühle wie Verletzlichkeit, Angst, Trauer und Wut. Sie geben uns die Energie etwas zu fühlen, für unsere Bedürfnisse einzustehen und etwas voranzubringen. Durch die Kind-Modi kommen wir in Kontakt mit unseren eigentlichen Bedürfnisse nach Bindung, Autonomie, Anerkennung für SEIN und TUN, Lustbefriedigung.

 

Eltern-Modi (fordernde und strafende Eltern)

Die Eltern-Modi sind unsere Programme, das, was uns ein schlechtes Gewissen macht, wo wir uns klein fühlen, das Gefühl haben nicht genug oder nicht okay zu sein, mehr leisten zu müssen als was wir eigentlich gerne würden.

 

Bewältigungsmodi

Wenn innere Konflikte zwischen Kind und Eltern-Modi bestehen, treten unangenehme Gefühle der Spannung auf. Z. B. ein starkes Gefühl des Verlassenseins und der Anspruch besonders perfekt zu sein. Dann muss diese Spannung bewältigt werden. Daher gibt es, entsprechend den 3 Stressreaktionen (Kampf, Flucht, Erstarren), die 3 Bewältigungsmodi. Sie entlasten uns von zu viel Spannung und unlösbaren Konflikten.

 

Überkompensation – Kampf (dem Schema entgegengesetztes Verhalten) ist z. B. um bei o.g. Beispiel zu bleiben bei Minderwertigkeit besonders viel Leistung zu zeigen. Dann fühlen wir uns stark, kompetent und unnahbar!

 

Vermeidung –  Flucht (schemavermeidendes Verhalten) ist eine Mauer um sich herum zu bauen, eine Maske aufsetzen, hinter der man sich verstecken kann. Die Flucht in Medien, WWW-surfen, Alkohol, Sport oder lesen, lesen, lesen....

 

UnterwerfungErstarren  (schemabestätigendes Verhalten) ist sich z. B. völlig minderwertig oder wertlos zu verhalten, sich anderen unterzuordnen um nicht allzu viel Anerkennung durch andere einzubüßen. (Wes Brot ich es, dess Lied ich sing)

Mag. (FH) Alexander Brandl-Heckner

Praxis für Psychotherapie

und Coaching

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praxis@psychotherapie-heckner.at

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